Pride – anders und stolz

Am 1. Juni begann der alljährige Pride Month, der auch weltweit gefeiert wird. Er ist in Deutschland eher als der Christopher Street Day bekannt, doch sind die Geschichte und Bedeutung der Feierlichkeiten gleich.

In den letzten Jahren wurden die Pride-Paraden überall auf der Welt gefeiert, doch hinter diesen Aktionen steckt mehr als nur die spaßigen Umzüge. Es handelt sich um Demonstrationen und Proteste! Jeder Tag des Monats steht für eine andere Sexualität – die jeweils immer mit einer farbigen Flagge gekennzeichnet ist.

Was ist der Pride Month?

„Pride“ ist das englische Wort für Stolz und soll signalisieren, dass sich queere Menschen nicht dafür schämen, so zu sein, wie sie sind. Der Monat soll also gegen die Diskriminierung und Ausgrenzung ankämpfen und die Pride LGBTQ Community unterstützen.

Was ist LGBTQ+?

LGBTQ+ ist der englische Begriff für Lesbisch, Schwul, Bisexuell, Trans und Queer, aber auch Sraight Ally (Hetero unterstützend) ist teil davon.

Die Pride-Month-Geschichte beginnt in der Christopher Street!

Im Juni 1969 in New York City: Homosexuelle galten noch als geisteskrankt und wurden ins Gefängnis oder Zuchthäuser gesperrt, von der Gesellschaft ausgegrenzt – Ebenfalls in der USA und Deutschland.

In New York gab es damals eine Bar in der Christopher Street „Stonewall Inn“ die zu einer Gaybar wurde – wo LGBTQ Mitglieder einen sicheren Platz suchten. Polizisten waren Alltag im Stonewall Inn, da es keine Lizenz für die Bedienung an Homosexuelle hatte – die Mafia bezahlte die Polizei damit die Bar geöffnet blieb. Dafür konnten sie ein- und ausgehen, Alkohol beschlagnahmen und Gäste verhaften. Diese wurden dann am nächsten Tag namentlich in der Zeitung erwähnt – samt des Verbrechens!

28. Juni 1969: Die Polizei machte eine Razzia und bekam Gegenwehr – die LGBTQ Community begann gegen die Polizisten zu demonstrieren und randalieren. Die Unruhe war Auftakt für weitere Proteste gegen die Diskriminierung und der Anfang der modernen LGBTQ Bewegung – dann auch die bunten Pride-Paraden von heute.

There´s Nothing Wrong With You. There´s A Lot Wrong With The World You Live In

– Chris Colfer

Kampf um Akzeptanz

Weltweit haben 28 Länder die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare geöffnet – Deutschland 2017.

Insgesamt haben 12 Staaten in ihrer Verfassung ein Verbot der Diskriminierung aufgrund der Sexualität: Bolivien, Ecuador, Fiji-Inseln, Kosovo, Malta, Mexiko etc.

Dennoch werden LGBTQ Mitglieder in vielen Ländern diskriminiert, so zum Beispiel in Russland – dort ist LGBTQ tabuisiert, doch legal. Der Staat erkennt keine gleichgeschlechtlichen Partnerschaften an und verbietet seit dem 3. Juni 2013 auch die Adoption durch Ehepaare im Ausland.

Aber auch im Alltag werden Queere Menschen noch mit wenig Akzeptanz begegnet – bei vielen Menschen besteht leider noch das „alte Weltbild“. Hoffentlich haben die Generationen nach uns die Reife LGBTQ als nahe Normalität anzusehen.

Osmix & Out

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